Farmen, Flughäfen und Krankenhäuser waren gestern: Mit Wewaii kommt endlich ein ansprechender Hotel-Manager daher, der einem viele Gestaltungsmöglichkeiten beim Erstellen eines eigenen Urlaubsparadieses bietet. In unserem dritten Teil des Wewaii-Tagebuchs wird die Anlage sportlich aufpoliert. Die Besucher vertrauen trotzdem am liebsten auf Altbewährtes.
Urlauber sind komisch. Das ist die Lektion, die ich mittlerweile für mich gezogen habe. Doch der Reihe nach: Beim letzten Mal stellte sich heraus, dass meine Gäste zwar durchaus auch freudig darauf reagieren, wenn ich ihnen eine Eisbox hinstelle, aber letztlich war es dann doch der Sandburg-Wettbewerb, der das Rennen in Sachen Beliebtheit machte.
Ich wog mich damit auf der sicheren Seite. Doch auf kurz oder lang wird das nicht reichen. Neue Attraktionen müssen her! Doch zuerst einmal: Neue Gäste. Alle meine Besucher sind mittlerweile abgereist, ich habe mich nicht rechtzeitig um Nachschub gekümmert, also stehen wieder mal all meine Bungalows leer.
Schnell kontaktiere ich das Reisebüro, wo glücklicherweise bereits einige Urlaubsinteressierte warten. Allerdings finden sich unter den neuen Urlaubern etliche dabei, die durchaus größere Ansprüche haben. Also ewig weiter Sandburg-Wettbewerbe austragen? Ich glaube nicht.
Snacks kamen bereits gut an, jetzt versuche ich aber noch einen anderen Bereich zu erkunden: Sport. Immerhin habe ich etliche junge Männer in meinem Urlaubsparadies, die sich nicht damit zufrieden geben, nach der Nachmittags-Currywurst faul an den Strand zu legen, sondern die die Pfunde gleich wieder los werden wollen.
Zum Glück habe ich bereits vorgesorgt und einige Sportgeräte erkundet, die mein Hotel noch einmal aufwerten sollten. Meine erste Errungenschaft: Eine Torwand. Damit die Jungs – passend zur Fußball-EM – selbst ein bisschen kicken können. “Die ist schnell errichtet”, vermute ich noch voller Naivität und setze meine beiden Arbeiter auf die Konstruktion an. Acht Stunden (!) später ist es endlich soweit: Meine beiden Hilfskräfte haben eine fertige Torwand errichtet. Und damit nicht genug. Direkt gebe ich noch eine Tischtennisplatte in Auftrag. Eigentlich wollte ich ja ein großes Beachvolleyball-Feld aufbauen, allerdings ist dafür noch nicht genug Platz da. Und bevor ich meine kleine Insel von all dem Müll und Gestrüpp befreit habe, ist die Tischtennisplatte längst fertig.
Mir wird angesichts der horrenden Bauzeiten allerdings klar, dass wir dringend weitere Arbeiter brauchen. Ich stelle einen weiteren Handwerker ein, der sich auch direkt um die Fertigstellung der Tischtennisplatte kümmert. Parallel versuche ich, die ersten Gäste für die Torwand zu begeistern.
Ernüchterung macht sich anschließend breit: Noch möchte keiner meiner Gäste die Torwand ausprobieren. Was ist mit diesen Leuten bitte los?! Stattdessen gehe ich die Wünsche meiner Besucher durch und falle fast vom Glauben ab. Die Jungs und Mädels wollen kollektiv eigentlich nur eines… ihr ahnt es… genau… einen Sandburg-Wettbewerb.
Ich seufze laut auf, als ich abermals meine gesamten Gäste dazu auffordere, am Sandburg-Wettbewerb teilzunehmen. Na ja, die Leute sind zufrieden, dann bin ich es auch.
Im Hintergrund werkeln die Handwerker weiter an der Tischtennisplatte. Als nächstes wird dann doch noch das geplante Beachvolleyball-Feld kommen. Noch habe ich meinen zweiten Stern nicht, aber ich spüre, dass ich auf einem guten Weg bin.
Ob unser Hotel noch sportlicher wird, erfahrt ihr nächste Woche in unserem vierten Wewaii-Tagebucheintrag.




